Falter im Kreis Recklinghausen und Umgebung

Dickkopffalter
(Hesperiidae)
Rostfarbiger Dickkopffalter
Ochlodes sylvanus












Braunkolbiger Braundickkopffalter
Thymelicus sylvestris












Schwarzkolbiger Braundickkopffalter
Thymelicus lineola










 

Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon








Kleiner Würfel-Dickkopffalter

Pyrgus malvae











Komma-Dickkopffalter

Hesperia comma
Rostfarbiger Dickkopffalter
Rostfarbiger Dickkopffalter    
Die Falter fliegen in einer Generation von Mai bis Juli/August.
Die Falter leben in naturnahen feuchten und trockenen Biotopen. Dazu gehören Wiesen, Wegränder, Brachen, Waldwegränder.
Gefunden habe ich ihn bisher an mehren Stellen mit blütenreicher Flora an Wegrändern in der Haard (Naturpark Hohe Mark) und an der Trasse “König Ludwig”.
Auch in NRW ist Ochlodes sylvanus weit verbreitet und häufig anzutreffen und ist nich gefährdet.

 
Die Falter fliegen in einer Generation von Mai bis Juli/August.
Die Falter leben auf Wiesen, an Böschungen, Straßenränder und extensiv bewirtschaftetes Grasland sowie Schotterwegen, wenn die begleitende Flora blütenreich ist.
Gefunden habe ich bisher Stellen mit blütenreicher Flora an Wegrändern in der Haard, an der Trasse “König Ludwig”, auf auf dem Zechengelände “König Ludwig” und im Hausgarten in Recklinghausen-Süd.
In NRW gehört die Art zu den häufigen Schmetterlingen und ist nicht gefärdet.


HANNING erwähnt den Fund des Schwarzkolbigen Braundickkopffalters auf dem Truppenübungsplatz Haltern-Borckenberge in den Jahren 1981/82 (4) und auf dem Truppenübungsplatz Haltern-Lavesum, 1998-2003 (5).
Zechengelände „König Ludwig”, Recklinghausen (2019)

Hausgarten, Recklinghausen
-Süd (2019)
In NRW gehört die Art zu den häufigen Schmetterlingen und ist flächendeckend verbreitet.

HANNING erwähnt den Fund des eienes Gelbwürfeliger Dickkopffalter aus Haltern-Hohe Mark vom , 08.06.1971 mit 1 Falter (STELLMACH) (3), desweiteren Funde auf den Truppenübungsplätzen Haltern-Borkenberge, 1998-2007 (4) und Haltern-Lavesum in den Jahren 1998-2003 (5). Weitere Untersuchungen ab 2008 für den Kreis Recklinghausen liegen bis jetzt nicht vor!

In den letzten Jahren sind die Bestände des Gelbwürfeligen Dickkopffalters stark zurückgegangen. Er ist in der Roten Liste NRW (1999) insgesamt als gefährdet (RL 3) eingestuft. Wenn man die Vorkommen in den einzelnen Großlandschaften betrachtet kann man weiter differenzieren. Im Niederrheinischen Tiefland und in der Westfälischen Bucht wird er sogar als stark gefährdet (RL 2) geführt. Die Bestände im Weserbergland und in der Eifel/Siebengebirge sind etwas stabiler (Vorwarnliste). (6)

HANNING erwähnt den Fund des Kleinen Würfel-Dickkopffalter auf dem Truppenübungsplätzen Haltern-Borckenberge in den Jahren 1981/82 (4) Haltern-Lavesum, 1998-2003 (5).
Weitere Untersuchungen ab 2008 für den Kreis Recklinghausen liegen bis jetzt nicht vor!

In NRW ist der Kleine Würfel-Dickkopffalter schon recht selten geworden. In den verschiedenen Naturgroßräumen von NRW zeichnet sich nach der Roten Liste der bedrohten Schmetterlingsarten NRWs (1999) folgendes Bild ab: Im Niederrheinischen Tiefland und im Bergischen Land gilt er als "ausgestorben", während er in der Niederrheinischen und der Westfälischen Bucht, dem Westfälischen Tiefland und dem Sauer-/Siegerland als "stark gefährdet" eingestuft wird. Lediglich im Weserbergland, der Eifel und dem Siebengebirge steht er "nur" auf der Vorwarnliste und ist somit häufiger zu finden. (6)

HANNING erwähnt den Fund des Komma-Dickkopffalters auf dem Truppenübungsplatz Haltern-Borckenberge in den Jahren 1981/82 (4)) und Haltern-Lavesum, 1998-2003(5).
Weitere Daten liegen ab 2008 für den Falter im Kreis Recklinghausen bis jetzt nicht vor!
Der Komma-Dickkopffalter ist zwar in allen Großlandschaftsräumen NRWs - mit Ausnahme des Bergischen Landes (RL 0 = ausgestorben oder verschollen) - anzutreffen, wird aber in der Roten Liste der Tagfalter NRWs (2011) in der Kategorie RL 2 = stark gefährdet geführt. In den meisten Großräumen ist er sogar bereits vom Aussterben bedroht (RL 1). In der Literatur wird vermutet, dass er sogar deutlich seltener als angenommen ist, da es schnell zu Verwechslungen mit dem Rostfarbigen Dickkopffalter kommen kann (s. o.). (6)

 

(1) Karsten Hannig:: Bemerkenswerte Macrolepidopteren-Beobachtungen im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) - Melanargia, 9 (1): 22-24 Leverkusen, 1.4.1997
(2) Karsten Hannig: Bemerkenswerte Macrolepidopteren-Beobachtungen im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen). Teil II - Unter besonderer Berücksichtigung des Truppenübungsplatzes Haltern-Lavesum - Melanargia, 12 (2): 46-55 Leverkusen, 15.8.2000
(3) Karsten Hannig::Bemerkenswerte Macrolepidopteren-Beobachtungen im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) (III) - Melanargia, 14 (3): 60-69 Leverkusen, i. 10.2002
(4) Hanning, Karsten: Die Großschmetterlinge (Insecta, Macrolepidoptera) des Truppenübungsplatzes Haltern-Borkenberge (Kreise Coesfeld und Recklinghausen). In: Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, 71 (3): 335-364. Münster, 2009
(5) Karsten Hannig: Die Großschmetterlinge (Insecta, Macrolepidoptera) des Truppenübungsplatzes Haltern-Platzteil Lavesum (Kreis Recklinghausen und Kreis Borken) In: Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 67 (4): 29-54, Münster 2005
(6) www.natur-in-nrw.de

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